Stellenausschreibung

Am Institut für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht, Zivilrechtliche Abteilung werden zum 1. Dezember 2021 bzw. 1. Januar 2022

3 Studentische Hilfskräfte (m/w/d)

mit einer Arbeitszeit von 5 Stunden / Woche gesucht. Die Einstellung ist befristet. Eine längere Zusammenarbeit ist erwünscht.

Die Tätigkeit betrifft allgemeine Lehrstuhlaufgaben, wie die Unterstützung beim Erstellen von Vorlesungsunterlagen oder die Recherche mit Bezug zu den Forschungsschwerpunkten des Instituts.

Bewerberinnen/Bewerber sollten sich mindestens im dritten Fachsemester befinden, überdurchschnittliche Studienleistungen vor allem im Zivilrecht erbracht haben und ein ausgeprägtes Interesse an den Fragestellungen des Informations- und Medienrechts mitbringen. Zudem werden gute Englischkenntnisse vorausgesetzt. EDV-Kenntnisse sind von Vorteil.

Die WWU tritt für die Geschlechtergerechtigkeit ein und strebt eine Erhöhung des Anteils von Frauen in Forschung und Lehre an. Bewerbungen von Frauen sind daher ausdrücklich erwünscht; Frauen werden bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen. Schwerbehinderte werden bei gleicher Qualifikation bevorzugt.

Bitte richten Sie Ihre aussagekräftige Bewerbung mit allen relevanten Nachweisen ab dem Abitur ab sofort an die unten angegebene Adresse (vorzugsweise als eine PDF-Datei per E-Mail). Die Bewerbungsfrist endet am 03.10.2021.

Aurelia Merbecks
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Institut für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht
– Zivilrechtliche Abteilung –
Leonardo-Campus 9, Raum 110.112
48149 Münster
Email: aurelia.merbecks@uni-muenster.de

Neue Publikation zur rechtlichen Beurteilung möglicher Fairness-Maßstäbe

 

 

 

 

Die wissenschatlichen Mitarbeiter:innen des GOAL-Projekts Johannes Kevekordes, Marc P. Hauer und Maryam Amir Haeri haben ein Paper zur rechtlichen Beurteilung möglicher Fairness-Maßstäbe veröffentlicht.

Mit dem zunehmenden Einsatz von KI in algorithmischen Entscheidungsfindungen (z. B. auf der Grundlage neuronaler Netze) stellt sich die Frage, wie Bias ausgeschlossen oder abgemildert werden kann. Es gibt einige vielversprechende Ansätze, aber viele von ihnen basieren auf einer „fairen“ Grundwahrheit, andere auf einem subjektiven Ziel, das erreicht werden soll. Dies führt zu dem üblichen Problem, wie „Fairness“ definiert und berechnet werden kann. Die unterschiedliche Funktionsweise der algorithmischen Entscheidungsfindung im Vergleich zur menschlichen Entscheidungsfindung führt zu einer Verschiebung von einer prozessorientierten zu einer ergebnisorientierten Diskriminierungsbewertung. Wir argumentieren, dass die Gesellschaft bei einer solchen Verschiebung bestimmen muss, welche Art von Fairness für ein bestimmtes Szenario die richtige Wahl ist. Um die Auswirkungen einer solchen Entscheidung zu verstehen, erklären wir die verschiedenen Arten von Fairnesskonzepten, die für Einstellungsentscheidungen anwendbar sein könnten, analysieren ihre Vor- und Nachteile im Hinblick auf die jeweilige Fairnessauslegung und bewerten sie aus rechtlicher Sicht (auf der Grundlage des EU-Rechts).

Die vollständige Publikation finden Sie hier.

J!Cast: Die Umsetzung der DSM-Richtlinie

In einer neuen Folge des J!Casts sprechen die beiden wissenschaftlichen Mitarbeiter Marten Tiessen und Owen Mc Grath über die Umsetzung der DSM-Richtlinie (kurz für Directive on Copyright in the Digital Single Market) durch den deutschen Gesetzgeber.

Neben der Neueinführung des Urheber-Diensteanbieter-Gesetzes werden auch die Änderungen des Verwertungsgesellschaftengesetzes und des Urheberrechtsgesetzes besprochen.

Für einen Überblick über die DSM-Richtlinie und den umstrittenen Artikel 17 empfehlen wir gerne einen J!Cast von Marten Tiessen und Nico Gielen aus dem Jahr  2019.

Ferner findet sich ein ausführlicher Beitrag von Justin Rennert zur Umsetzung der DSM-Richtlinie im aktuellen DFN-Infobrief Recht.
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Vortrag von Prof. Guggenberger zu „Aktuellen Entwicklungen im US-amerikanischen Urheberrecht“

Professor Dr. Guggenberger ist externer Lehrbeauftragter des ITM und hat am 12.07.2021 ein 90-minütiges Webinar zu dem Thema „Aktuelle Entwicklungen im US-amerikanischen Urheberrecht“ im Rahmen der Vorlesung Urheberrecht von Professor Dr. Hoeren gehalten. Professor Dr. Guggenberger war von 2016-2019 Juniorprofessor am ITM, hat seinen LL.M. in Stanford absolviert, ist Geschäftsführer des Information Society Projects sowie Clinical Lecturer und Research Scholar an der Yale Law School.

Zu Anfang des Vortrags hat Professor Dr. Guggenberger den Hintergrund zum U.S. Urheberrechtsgesetz erläutert, indem die Verankerung in der U.S. Verfassung in Section 8, der Zweck des Urheberrechts im amerikanischen Recht, die historische Entwicklung anhand des Copyright Act of 1790 sowie verschiedene Theorien zur Erforderlichkeit von Urheberrechtsschutz vorgestellt wurden. Anschließend wurden die Schutzvoraussetzungen (Qualitätsanforderung, eigenständige Schöpfung, gewisses Maß an Kreativität) sowie die spezifischen Anforderungen an die einzelnen Kriterien von 17. U.S. Code § 102a) dargestellt. Hierbei hat Professor Dr. Guggenberger die Mindestanforderungen für ein gewisses Maß an Kreativität anhand des Falles Feist Publications, Inc., v. Rural Telephone Service Co., 1991 erläutert, indem das Gericht einem Telefonbuch die Mindestanforderung an Kreativität und damit die Schutzfähigkeit nach 17. U.S. Code § 102a) absprach. Die dort aufgezählte, jedoch nicht abschließende Liste von Werken hat Professor Dr. Guggenberger mit aktuellen Beispielen den gespanten Studierenden veranschaulicht und anschließend die Abgrenzung zwischen einer Idee und einem Ausdruck nach 17. U.S. Code § 102b) aufgezeigt. Weiterhin wurde der Sonderfall „work for hire“ besprochen, bei dem das Urheberrecht bei dem Arbeitgeber oder bei einem Auftraggeber direkt entsteht.
Anschließend wurde ein weiterer erheblicher Unterschied zwischen dem deutschen und dem amerikanischen Rechtssystem dargestellt: die Rechtsbestimmung „Fair Use“ nach 17. U.S. Code § 107, nach dem urheberrechtlich geschütztes Material unter bestimmten Umständen auch ohne Genehmigung des Urheberrechtsinhabers weiterverwendet werden darf. Hierbei wurden die einzelnen Kriterien zur Überprüfung von Fair Use dargestellt und anhand von Beispielsfällen die einzelnen Voraussetzungen näher erläutert. Abgeschlossen hat Professor Dr. Guggenberger den Vortrag mit dem höchstaktuellen Urheberrechtsstreit Google vs. Oracle (2020), indem er die Supreme Court Entscheidung mit seiner Begründung in Bezug auf Fair Use vorstellte.

Wir danken Professor Dr. Guggenberger herzlich für den tollen und aufschlussreichen Vortrag.

Lars Rieck neues Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des ITM

Das ITM freut sich mitteilen zu dürfen, dass Herr Rechtsanwalt Lars Rieck aus Hamburg zum neuen Mitglied des wissenschaftlichen Beirats das ITM gewählt worden ist. Herr Rieck ist seit 2004 Anwalt in Hamburg; er ist sowohl Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz als auch Fachanwalt für Urheberrecht. Er ist als Dozent in verschiedensten Institutionen tätig und vertritt die deutsche Tattooszene. Er ist besonders im Bereich Tattoo und Urheberrecht tätig und kann hier schon auf eine Fülle von Publikationen verweisen. In der Vergangenheit hat Herr Rieck mit großem Wohlwollen die Arbeit des ITM unterstützt. Die Leiter des ITM, Herr Professor Hoeren und Herr Professor Holznagel, freuen sich auf die künftige Zusammenarbeit mit ihm.

Weitere Infos unter https://rieck-partner.de/kanzlei-fuer-urheberrecht-markenrecht-wettbewerbsrecht-hamburg/rechtsanwalt-lars-rieck

IP-Führerschein: Online-Vorstellung via Zoom

Endlich ist es soweit: Die gemeinsamen Arbeiten von der PROvendis GmbH und dem ITM am IP-Führerschein – E-Learning zu Intellectual Property (IP) werden in den nächsten Wochen zum Abschluss kommen. Der aus den Modulen Patent- und Urheberrecht bestehende IP-Führerschein wird im Herbst diesen Jahres online gehen. Dazu wird es am 22. September 2021, 10:00 – 11:30 Uhr eine Online-Vorstellung via Zoom geben. Hierzu möchten wir Sie bereits jetzt alle herzlich einladen. Anmelden können Sie sich über die Internetseite unseres Partners PROvendis hier.

Vortrag von Prof. Kono zum Thema „Kollisionsrechtliche Fragen im Urheberrecht“

Am 28.6.2021 hielt Professor Toshiyuki Kono, Professor an der Kyushu University in Fukuoka, Japan, im Rahmen der Urheberrechtsvorlesung von Professor Dr. Thomas Hoeren einen 90-minütigen Vortrag zum Thema kollisionsrechtliche Fragen im Urheberrecht.

Professor Kono thematisierte in seinem Vortrag die Justiziabilität von ausländischen Urheberrechtsansprüchen und Zuständigkeitsfragen. Anhand des Falls Lucasfilm vs. Ainsworth (UKSC 39) stellte er die weitgehende Aushöhlung der bis dahin geltenden Mocambique Regel dar, nach welcher die Zuständigkeit von Verfahren wegen Verletzungen von Rechten an ausländischem Grund und Boden in Fragen des Eigentumsrechts oder des Rechts zum Besitz am Grund und Boden verneint wurde. Hintergrund war, dass dem Land, in dem sich das Eigentum befindet, die Zuständigkeit zustehen soll. In dem erläuterten Fall wurde diese Regel jedoch weitgehend verworfen und die Zuständigkeit des englischen Gerichts bejaht, da in der Person des Beklagten nach den allgemeinen Zuständigkeitsregeln eine Grundlage für die Justiziabilität bestand.

Expert-Talk mit Prof. Dr. Dr. Frauke Rostalski

 

 

 

Am 28. Juli 2021 hielt Prof. Dr. Dr. Frauke Rostalski einen Vortrag zum Thema „Einsatz neuer Technologien in der Rechtsfindung“, an welchem die Projektpartner:innen des GOAL-Projekts, sowie viele weitere interessierte Mitarbeiter:innen des ITMs teilnahmen. Prof. Rostalski ist Inhaberin des Lehrstuhls für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtsphilosophie und Rechtsvergleichung an die Universität zu Köln, Mitglied des Deutschen Ethikrats und leitet ein Forschungsprojekt zum Thema KI-Zertifizierung. Außerdem engagiert sie sich bei der Forschungsstelle Recht und Ethik der digitalen Transformation der Universität zu Köln.

Im Rahmen ihres Vortrags stellte Prof. Rostalski die Chancen und Risiken des Einsatzes von KI in der materiellen Rechtsfindung vor und veranschaulichte diese anhand von potentiellen Zukunftsszenarien.

Im Anschluss an den Vortrag fand tauschten sich Prof. Rostalski und die Teilnehmenden in einer spannenden Diskussions- und Fragerunde miteinander aus.

Zum Schluss stellte Prof. Rostalski noch das aktuelle Projekt der KI-Zertifizierung der Kompetenzplattform KI.NRW vor, in welchem sie für den gesamten Bereich „Recht“ verantwortlich ist (https://rostalski.jura.uni-koeln.de/forschungsprojekte/ki-zertifizierung). Ziel des Forschungsprojekts ist es, anhand einer Zertifizierung für KI-Anwendungen die technische Zuverlässigkeit und einen verantwortungsvollen Umgang mit der Technologie zu gewährleisten.

An dieser Stelle einen Herzlichen Dank an Prof. Rostalski für den tollen Vortrag, sowie an alle Teilnehmenden für die guten Beiträge.

Eine Aufzeichnung des Vortrags finden sie hier.

 

 

Erfolgreiche Teilnahme der „ITM-Runners“ am Leonardo-Campus-Run 2021

Es ist fast schon eine Tradition, dass die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die studentischen Hilfskräfte des ITMs am Leonardo-Campus-Run teilnehmen.

Am 23.06.2021 war es wieder so weit: Das Team „ITM-Runners“ ging mit 25 Läuferinnen und Läufern an den Start, die insgesamt 182,5 km gelaufen sind. Aufgrund der Pandemie gab es keine offizielle Laufstrecke. Die ITM-Runners haben sich daher in kleinen Gruppen zum Laufen der jeweiligen Distanzen (10, 7,5 und 5 km) verabredet und ihre Zeiten selbst gemessen. Abends wurde gemeinsam auf die erfolgreichen Leistungen draußen angestoßen.

Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr!