Die LDE-Zusatzausbildung hat mir sehr viel Spaß gemacht und mir beruflich neue Türen geöffnet.
Wilfried Schlüter gestorben
Mit tiefer Betroffenheit nehmen wir Abschied von Prof. Dr. Wilfried Schlüter, einer prägenden Gestalt der Rechtswissenschaft und ehemaligen Rektor der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Wie erst heute bekannt wurde, verstarb bereits am Silvestertag Wilfried Schlüter im Alter von 90 Jahren.
Sein Lebensweg war gezeichnet von den Umbrüchen des 20. Jahrhunderts. Geboren in Königsberg, erlebte er als Zehnjähriger die Flucht, eine Erfahrung, die seinen Blick auf die Welt und die Bedeutung von Freiheit und Recht lebenslang prägte. Nach seinem Studium in Marburg und Mainz sowie der Promotion bei Hans-Joachim Fleck (später beeinflusst durch seinen Mentor Harry Westermann und Karl Larenz), verschrieb sich Wilfried Schlüter dem Zivil- und Arbeitsrecht. Seine Habilitation über das „Obiter Dictum“ zeugte bereits früh von seinem scharfen Blick für die richterliche Rechtsfortbildung und methodische Präzision.
In den 1970er Jahren bewies er an der Freien Universität Berlin während der Studentenunruhen außergewöhnliches Rückgrat. In einer Zeit, in der Vorlesungen durch Buttersäure-Attacken und gewaltsame Störungen behindert wurden, blieb er ein Verfechter des sachlichen Dialogs, In Münster übernahm er das Amt des Rektors in einer Phase tiefster institutioneller Krisen. Mit juristischem Verstand, aber vor allem mit menschlicher Integrität, gelang es ihm, die Universität zu befrieden. Er setzte auf Loyalität und Sacharbeit statt auf Konfrontation und führte das Rektorat mit einer Prise „Dortmunder Direktheit“.
Auch nach seiner Emeritierung blieb er unermüdlich. Als Gastprofessor in Moskau, Brasilien und im Baltikum förderte er den internationalen Austausch und blieb seinen Studenten bis zuletzt als Mentor verbunden. Er mahnte stets an, dass Jura mehr ist als das Nachschlagen in Datenbanken: Er plädierte für das Lesen großer systematischer Werke und das Erlernen der juristischen Methode als Fundament jedes guten Juristen.
Wir verlieren mit Prof. Dr. Wilfried Schlüter einen Gelehrten alter Schule, der die Modernisierung der Universität mitgestaltet hat, ohne seine Prinzipien zu opfern. Sein Rat, „methodisch richtig zu argumentieren“ und sich eine breite Bildung zu bewahren, bleibt als Vermächtnis für kommende Generationen bestehen.
Unser Mitgefühl gilt seiner Familie und allen, die ihn als Lehrer und Kollegen schätzen durften.
Mit tiefer Betroffenheit nehmen wir Abschied von Prof. Dr. Wilfried Schlüter, einer prägenden Gestalt der Rechtswissenschaft und ehemaligen Rektor der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Wie erst heute bekannt wurde, verstarb bereits am Silvestertag Wilfried Schlüter im Alter von 90 Jahren.
Sein Lebensweg war gezeichnet von den Umbrüchen des 20. Jahrhunderts. Geboren in Königsberg, erlebte er als Zehnjähriger die Flucht, eine Erfahrung, die seinen Blick auf die Welt und die Bedeutung von Freiheit und Recht lebenslang prägte. Nach seinem Studium in Marburg und Mainz sowie der Promotion bei Hans-Joachim Fleck (später beeinflusst durch seinen Mentor Harry Westermann und Karl Larenz), verschrieb sich Wilfried Schlüter dem Zivil- und Arbeitsrecht. Seine Habilitation über das „Obiter Dictum“ zeugte bereits früh von seinem scharfen Blick für die richterliche Rechtsfortbildung und methodische Präzision.
In den 1970er Jahren bewies er an der Freien Universität Berlin während der Studentenunruhen außergewöhnliches Rückgrat. In einer Zeit, in der Vorlesungen durch Buttersäure-Attacken und gewaltsame Störungen behindert wurden, blieb er ein Verfechter des sachlichen Dialogs, In Münster übernahm er das Amt des Rektors in einer Phase tiefster institutioneller Krisen. Mit juristischem Verstand, aber vor allem mit menschlicher Integrität, gelang es ihm, die Universität zu befrieden. Er setzte auf Loyalität und Sacharbeit statt auf Konfrontation und führte das Rektorat mit einer Prise „Dortmunder Direktheit“.
Auch nach seiner Emeritierung blieb er unermüdlich. Als Gastprofessor in Moskau, Brasilien und im Baltikum förderte er den internationalen Austausch und blieb seinen Studenten bis zuletzt als Mentor verbunden. Er mahnte stets an, dass Jura mehr ist als das Nachschlagen in Datenbanken: Er plädierte für das Lesen großer systematischer Werke und das Erlernen der juristischen Methode als Fundament jedes guten Juristen.
Wir verlieren mit Prof. Dr. Wilfried Schlüter einen Gelehrten alter Schule, der die Modernisierung der Universität mitgestaltet hat, ohne seine Prinzipien zu opfern. Sein Rat, „methodisch richtig zu argumentieren“ und sich eine breite Bildung zu bewahren, bleibt als Vermächtnis für kommende Generationen bestehen.
Unser Mitgefühl gilt seiner Familie und allen, die ihn als Lehrer und Kollegen schätzen durften.