J!Cast 11 Kopierschutz und das Ende der Pauschalabgabe

Das Urheberrecht erlaubt die so genannte Privatkopie und um die Urheber hierfür zu entschädigen, werden seit jeher Pauschalabgaben auf Leermedien und Kopiergeräte erhoben. Technische Kopierschutzsysteme und die damit verknüpften Möglichkeiten des digitalen Rechtemanagements (DRM) versprechen dagegen eine genaue und nutzungsabhängige Abrechnung privater Kopien. Doch zahlt der Verbraucher dann doppelt? Und werden DRM-Systeme tatsächlich in der Lage sein, die Pauschalabgabe auf lange Sicht zu ersetzen – oder scheitern sie bereits an der Akzeptanz der Nutzer? Gast zu diesem Thema ist Thomas Ernstschneider, Rechtsanwalt und Mitarbeiter am ITM sowie Komponist des J!Cast-Jingles. Diesmal mit Bonustrack „Werbung“ von und mit Thomas Ernstschneider!!

J!Cast 10 Auskunftsansprüche Teil 2: Was kommt

Der zweite Teil zu Auskunftsansprüchen gegen Provider befasst sich mit dem deutschen Entwurf zur Umsetzung der Enforcement-Richtlinie. Stimmt der Wortlaut der geplanten Vorschrift überhaupt mit dem Gewollten überein? Was wird so auf die Provider zukommen? Und besteht die Gefahr, dass über die Auskunftsansprüche eine Vorratsdatenspeicherung durch die Hintertür eingeführt wird? All diese Fragen beantwortet Kai Welp, wissenschaftlicher Mitarbeiter am ITM.

J!Cast 09 Auskunftsansprüche Teil 1: Ist-Zustand

Viele Nutzer von Filesharing-Plattformen wie „eDonkey“ oder „Kazaa“ bekamen in letzter Zeit Besuch von der Staatsanwaltschaft. Zivilrechtliche Forderungen gegen Tauschbörsennutzer gab es dagegen (zunächst) nicht. – Schließlich scheiterten die Rechteinhaber mit ihrer Forderung an die jeweiligen Provider, die Adressdaten der Nutzer herauszugeben, bislang vor den Gerichten. Sie wählten daher den Weg über das Strafrecht, damit Staatsanwälte für sie die Adressen ermittelten. Warum derzeit ein zivilrechtlicher Auskunftsanspruch trotz dahin gehender Versuche der Gesetzesauslegung nicht besteht und wie aus Sicht der Internetwirtschaft ein künftiger Auskunftsanspruch u.a. gegen Access-Provider aussehen sollte, erklärt im Interview Dr. Volker Kitz, RA und Bereichsleiter beim BITKOM.

J!Cast 08 Apple gegen Apple – freie Fahrt für starke Marken

Der Londoner High Court of Justice hat entschieden: mit dem iPod und mit iTunes verletzt die Computerfirma „Apple“ nicht den einst mit der Beatles-Firma „Apple“ geschlossenen Vertrag, wonach der angebissene Apfel als Logo in Verbindung mit Musik nicht verwendet werden durfte. -Ein Gefälligkeitsurteil für die wirtschaftlich potentere Prozesspartei? Im Gespräch mit Lena Meyer, wiss. Mitarbeiterin am ITM geht es um die Bedeutung von Bekanntheit im Markenrecht, strittiges Kernobst und sonstige starke Marken.

J!Cast 07 Urheberrechtsreform Korb 2

Seit langem angekündigt, oft verschoben und jetzt endlich auf der Zielgeraden: der 2. Korb der Urheberrechtsreform steht kurz vor der Umsetzung. Doch wem nützen die neuen Regelungen, wer wird eher benachteiligt? Verkommt das Urheberecht vom ursprünglichen Ausgleich zwischen Werkschaffenden und Nutzern zu einer Sicherung wirtschaftlicher Interessen der Verleger und Verwerter? Und sind Bildung und Wissenschaft am Ende die großen Verlierer? Über die geplanten Änderungen, die Rolle der Wissenschaft und die Entwicklungen im Urheberrecht spricht Prof. Dr. Thomas Hoeren, Direktor des Instituts für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht.

J!Cast 06 Die totale Überwachung?

Auf EU-Ebene wurde beschlossen, dass Verkehrsdaten nunmehr mindestens 6 Monate lang gespeichert werden müssen. Sind wir damit auf dem Weg zu einem lückenlos überwachten Internet, in dem jede E-Mail, jeder Besuch einer Webseite vom Staat nachverfolgt werden kann? Lässt sich eine solche Regelung überhaupt mit dem deutschen Grundgesetz in Einklang bringen oder werden die Verfassungsrichter in Karlsruhe die Vorratsdatenspeicherung in der geplanten Form zu Fall bringen? Worum es bei der teilweise mit großer Sorge erwarteten Vorratsdatenspeicherung genau geht und wo die verfassungsrechtlichen Probleme liegen erklärt im Interview Jan Köcher, wissenschaftlicher Mitarbeiter am ITM.

J!Cast 05 Phishing und Pharming

Per E-Mail teilt die Bank mit, dass das Online-Banking-Verfahren umgestellt wird – deshalb solle man sich mit Zugangs-PIN und einer TAN registrieren. Die Bank??? Nein, hierbei handelt es sich um so genannte „Phisher“, die sich von ahnungslosen Kunden Daten wie PIN und TAN beschaffen, um dann damit z.B. Überweisungen zu ihren Gunsten tätigen zu können. Wie diese und ähnliche Vorgehensweisen strafrechtlich zu beurteilen sind, erläutert im Gespräch RA Dr. Robert Kubach.

J!Cast 04 Die Schweinsteiger-Affäre

Ein Bericht der Münchener Zeitung „tz“ hatte in Fußballkreisen für große Unruhe gesorgt. Schweinsteiger und Agostino seien in Sachen Wettskandal „als Beschuldigte vernommen worden“ hieß es dort. Dem folgten juristische Maßnahmen – zivil- und strafrechtlich. Doch wann darf man jemanden überhaupt „Beschuldigter“ nennen? Und worauf müssen Journalisten achten, wenn Sie über einen bloßen Verdacht berichten? Was fällt noch unter die Pressefreiheit und wo beginnt die strafbare Verleumdung? Diese Fragen und mehr beantwortet Anselm Rodenhausen, wissenschaftlicher Mitarbeiter am ITM und Mitglied der Forschungsstelle Recht im DFN.

J!Cast 03 „WM 2006“ als Marke

Die Fußball-WM in Deutschland steht vor der Tür; fleißig werden bereits T-Shirts, Gedenkmünzen und Bälle mit Logos und WM-Schriftzügen bedruckt. Allerdings wird es zu dieser WM erstmalig keine Hanuta-Fußballbildchen geben. Genau wie der T-Shirt und Gedenkmünzenverkauf stellt sich auch die beispielhaft erdachte Vermarktung eines „Weltmeisterbieres“ als rechtlich kompliziert heraus. Der Grund dafür ist zum einen die Markenpolitik der FIFA und zum anderen Entscheidungen des Bundespatentgerichts sowie des OLG Hamburg zur Marke „WM 2006“. Was es damit auf sich hat, erläutert Markenrechtsexperte Rainer Utz, Rechtsanwalt und wiss. Mitarbeiter am ITM.

J!Cast 02 Wikipedia und die Meinungsfreiheit

Zahlreiche Geschichten ranken sich um den mysteriösen Tod des Hackers „Tron“. Weil in einem Wikipedia-Artikel in diesem Zusammenhang der bürgerliche Name des Hackers genannt war, erwirkten die Eltern vor dem AG Berlin Charlottenburg eine einstweilige Verfügung gegen das Unternehmen Wikimedia – dieses durfte deshalb zunächst nicht mehr auf die Wikipedia-Enzyklopädie verlinken. Im Gespräch mit Noogie C. Kaufmann M.A. geht es um Fragen der Meinungs- und Pressefreiheit, das postmortale Persönlichkeitsrecht und allgemeine Fragen zu Urheberrecht, Haftung und Impressumspflichten bei Wikis.