Ehemaligentreffen am ITM

Auf Einladung des Vereins zur Förderung der zivilrechtlichen Abteilung des Instituts für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht fand am 16.11.2019 die Mitgliederversammlung des Vereins und ein Ehemaligentreffen in den Räumlichkeiten des Instituts statt.

Nach einer Vorstellungsrunde gab Institutsdirektor Prof. Dr. Thomas Hoeren einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen in der zivilrechtlichen Abteilung des ITM. Es folgten Vorträge von Dr. Martin Hecheltjen über seine Tätigkeit beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik und von Dr. André Moor, Justitiar der WWU, der über aktuelle Rechtsfragen im Wissenschaftsbetrieb referierte. Die Studentin der Rechtswissenschaft Luisa Neldner verschaffte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen Eindruck von der Arbeit im vom ITM in Kooperation mit der Münster School of Architecture ins Leben gerufene Projekt „Gerichtssaal der Zukunft“. Jan Kalbhenn, Geschäftsführer des ITM, gab einen Einblick in seine Forschung im Bereich des öffentlichen Medienrechts.

Tagung „Künstliche Intelligenz und Recht – Gegenwart und Zukunft“

Am 6. November fand im Erbdrostenhof in Münster die vom ITM und der RWTÜV Stiftung ausgerichtete Tagung „Künstliche Intelligenz und Recht – Gegenwart und Zukunft“ statt. Referentinnen und Referenten aus Wissenschaft und Industrie präsentierten aus rechtlichen und technischen Blickwinkeln aktuelle Trends und Fragestellungen aus dem Bereich Künstlicher Intelligenz.

Die rund 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden zunächst von Prof. Dr. Karl Friedrich Jakob, Vorsitzender des Vorstands der RWTÜV Stiftung, begrüßt. Im Anschluss referierte Dr. Nikolas Guggenberger, ehemaliger Juniorprofessor am ITM, über das Problem der Diskriminierung durch Algorithmen; er berichtete auch über das ITM-Projekt GoAL (Governance of Algorithms). Dr. Rainer Baumgart, ehemals CEO der secunet AG, stellte den regulierungsrechtlichen Rahmen für die Sicherheit im Cyberraum vor. Mit dem Spannungsverhältnis zwischen Künstlicher Intelligenz und Datenschutz befasste sich Prof. Vigjilenca Abazi von der Universität Maastricht.

Nach der Mittagspause, in der sich die Tagungsteilnehmer bereits angeregt über die Vorträge austauschten, nahm sie Prof. Dr. Maximilian Herberger mit auf eine Zeitreise durch die Entwicklungsgeschichte von Expertensystemen in den letzten fünf Jahrzehnten. Die technischen Grundlagen von Machine-Learning-Systemen und ihre fehlende sicherheitstechnische Überprüfbarkeit erläuterte Dirk Kretzschmar, Geschäftsführer der TÜV Informationstechnik GmbH. Im letzten Vortrag beschäftigte sich Marco Müller-ter Jung, Rechtsanwalt bei DWF Germany, mit haftungsrechtlichen Fragen bei Schäden, die durch KI-Anwendungen verursacht wurden. Die Tagung endete mit einer Podiumsdiskussion mit Frau Elrifai (Gnosis/Berlin) und Frau Mulder (Münster) unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Hoeren.

Vortrag von Prof. Zhou Lin zum chinesischen Sozialkreditsystem und Begrüßung von Herrn Zhang Kaiye am ITM

Am 10. Oktober 2019 präsentierte Prof. Zhou Lin, leitender Direktor des Intellectual Property Centers der Chinese Academy of Social Sciences, auf Einladung von Professor Hoeren seine aktuellen Erkenntnisse und Eindrücke in Bezug auf das chinesische Sozialkreditsystem. Den Vortrag hielt Prof. Zhou Lin im Rahmen eines Besuchs des ITM, dem er schon lange wissenschaftlich und freundschaftlich verbunden ist.

Prof. Zhou Lin knüpfte an seinen Vortrag vom 8. April diesen Jahres an, in dem er bereits die Hintergründe des Sozialkreditsystems erläuterte. Er informierte heute darüber, dass zwischen staatlichen und privaten Datenbanken eine klare Trennung vorgenommen werde und dementsprechend entgegen vieler Befürchtungen kein Austausch der Daten stattfinde. Prof. Zhou Lin konnte zudem aus eigenen Erfahrungen berichten, in welchen Situationen ein hoher Sozialwert bereits von Vorteil gewesen sei. Beispielsweise werde bei Bestellungen im Internet nicht von ihm erwartet, in Vorleistung zu gehen.

Gemeinsam wurden die Vor- und Nachteile von Sozialkreditsystemen diskutiert. Die Unterschiede in der rechtlichen Bewertung solcher Systeme in Deutschland und in China wurden herausgearbeitet. So entstand ein reger Austausch, dem alle Beteiligten mit wertvollen Erkenntnissen für ihre eigene Forschung abgewinnen konnten. Das ITM bedankt sich bei Prof. Zhou Lin für die wunderbare Zusammenarbeit.

 

Im Anschluss hat sich Herr Zhang Kaiye als neuer Gast-Promotionsstudent vorgestellt. Herr Zhang Kaiye ist Promotionsstudent an der School of Law der Tsinghua University, China und wird für ein Jahr als Gast am ITM in der zivilrechtlichen Abteilung forschen. Sein Interessengebiet ist das Intellectual Property Law. Er beschäftigt sich insbesondere mit technischen Schutzmaßnahmen und Filtertechniken. Er plant daher, sich am ITM insbesondere mit der EU-Urheberrechtsrichtlinie auseinanderzusetzen.

Das ITM heißt Herrn Zhang Kaiye herzlich willkommen und wünscht ihm viel Erfolg für seine Forschung.

Tagung „Künstliche Intelligenz und Recht – Gegenwart und Zukunft“ am 6. November

Bereits zum vierten Mal veranstaltet das Institut für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht gemeinsam mit der RWTÜV-Stiftung eine Tagung zu einem aktuellen Thema aus dem Bereich der Informationstechnologie.

Die diesjährige Veranstaltung findet am 6. November 2019 im Erbdrostenhof Münster statt und trägt den Titel „Künstliche Intelligenz und Recht – Gegenwart und Zukunft“.

Führende Expertinnen und Experten aus Rechtswissenschaft, Rechtspraxis und Wirtschaft werden die Zukunft, Gegenwart und Geschichte künstlicher Intelligenz erörtern und eine umfassende Aufarbeitung des Themas garantieren. Die Veranstaltung wird die praktischen Konsequenzen, rechtsdogmatischen Implikationen und theoretischen Hintergründe der Entwicklung künstlicher Intelligenz beleuchten. Nähere Informationen zu den Vorträgen entnehmen Sie bitte der Broschüre.

Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten aus Anwaltschaft, Verwaltung, Industrie und Studierendenschaft. Für Anwälte besteht die Möglichkeit der Anerkennung als Pflichtfortbildung. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Sollten Sie an einer Teilnahme interessiert sein, melden Sie sich bitte unter doris.eppe@uni-muenster.de für die Veranstaltung an.

 

J!Cast: Plattformhaftung der EU-Urheberrechtsrichtlinie

In diesem J!Cast stellen Marten Tiessen und Nico Gielen die neue Plattformhaftung der EU-Urheberrechtsrichtlinie vor. Die Diskussionen um den berüchtigten Art. 17 der DSM-Richtlinie (ehemals Art. 13) gingen weit über das juristische Fachpublikum hinaus. Insbesondere wegen der Einführung sog. Upload-Filter war die Richtlinie lauten Protesten ausgesetzt. Im Podcast wird aufgezeigt, welche Änderungen tatsächlich entstehen werden und welcher Umsetzungsspielraum dem deutschen Gesetzgeber bleibt.

 

Termine und verspäteter Start der Vorlesung Gewerblicher Rechtsschutz im WS 19/20

Termine der Vorlesung

„Gewerblicher Rechtsschutz“

bei Herrn Prof. Dr. Bühling im WS 2019/20

 

Die Vorlesung beginnt (erst) am

Donnerstag, den 17.10.2019 (!)

 

Die weiteren Vorlesungstermine werden voraussichtlich sein:

31.10.2019

14.11.2019

28.11.2019

05.12.2019*

19.12.2019*

09.01.2020

16.01.2020

(23.01.2020)

 

Die Vorlesungen finden jeweils von 16:00 (s.t.) bis 19:30 Uhr

im Raum S9 (Schloss) statt.

*Ausn.: Raum S2 (Schloss)

Kurzfristige Änderungen entnehmen Sie bitte der Rubrik „Lehre“ unter „Lehrveranstaltungen“.

Media Law Conference in Akureyri

On 28 August 2019, an international media law conference took place in the University of Akureyri (Háskólinn á Akureyri) that is one of partner universities of the University of Muenster. Prof. Dr. Thomas Hoeren from the ITM organized this conference.

On June 16, 2010, Parliament passed a parliamentary resolution no. 23/138 proclaiming Iceland creates a decisive legal position regarding the protection of freedom of expression and information. The Parliament instructed the Government to seek ways to strengthen freedom of expression, freedom of information, disclosure and freedom of publication, and for this purpose, among other things, an audit of the legal environment so that it could be delimited and prepared for the necessary legislative changes or new legislation. On March 16, 2018, the Prime Minister appointed a committee on legislation reform in the field of freedom of expression, media and information freedom, which was, among other things, entrusted with reviewing the work of the above-mentioned steering committee and submitting legislative proposals on specific issues. In addition, the committee was instructed to evaluate „any other legislative changes that may be desirable in the field of freedom of expression, media and information“.

This conference dealt with the nine bills on media regulation up to now proposed to the prime minister and the parliament in 2019. These bills are based on the idea of the International Modern Media Institute (IMMI) and will change the future situation of media in Iceland.

Oddur Þorri Viðarsson, legal adviser of the Prime Minister, first gave a broad overview on the different statutes and bills i.e on whistleblowing, liability of host providers, data retention or hate speech . Then, Elfa Ýr Gylfadóttir (Director of the Media Commission) reflected on the impact of these bills for the work of the Icelandic media commission, especially regarding the problematic provisions on hate speech. Eyrún Eyþórsdóttir (Assistant Professor in Humanities and Social Sciences, University of Akureyri) explained the different vague terms of the hate speech regulations and the inefficiency of national regulations on this topic. Birgitta Jónsdóttir (Chairperson of the International Modern Media Institute) described the past, the presence and the future of new Icelandic media laws while Birgir Guðmundsson (Associate Professor in Humanities and Social Sciences, University of Akureyri) consider the consequences of the nine statutes bills for every day journalism. Markus Meckl (Assistant Professor in Modern Studies and Media Studies, University of Akureyri) finished this conference referring to free speech and the challenge of media regulation. The participants discussed very extensively on the issues from academic and political points of view.

The ITM would like to thank the University of Akureyri for this vivid and high-level conference .

Erfolgreiches Doktorandenseminar in Canum

Vom 6 bis 8. September 2019 fand wieder das alljährliche Doktorandenseminar des ITM statt. Unter der Aufsicht von Professor Dr. Thomas Hoeren trafen sich 20 Doktoranden und Doktoranden aus ganz Deutschland in Gemeindehaus in Canum/Ostfriesland. Herr Hoeren gab eine breite Übersicht über die hermeneutischen Grundlagen des Promovierens, insbesondere bei der Akzentsetzungen von Metatheorien und der Suche nach einem eigenen Vorverständnis des jeweiligen Themas. Dann stellte Herr Hoeren typische Probleme bei der Abfassung von Doktorarbeiten vor, von der Grammatik bis hin zur Literaturrecherche und der Suche nach einem geeigneten Verlag.

 

Dann wurde intensiv gearbeitet an den jeweiligen Themen. Jeder Doktorand stellte sein Thema ausführlich vor; der Forschungsansatz wurde besprochen und es gab Tipps zur Präzisierung der Metafrage und des roten Fadens der Arbeit. Bis hin in die Nacht wurden die einzelnen Themen aus dem Bereich ITM vorgestellt, vom gewerblichen Rechtsschutz über das Urheberrecht und UWG bis hin zum IT Recht und Datenschutzrecht. Die aufkommenden Fragen wurden dann auch noch bei Spaziergängen etwa am Pilsumer Leuchtturm vertieft.

 

Das Seminar, das jedes Jahr für externe Doktoranden angeboten wird, hat sein Ziel erfüllt: die Doktoranden haben viel über Möglichkeiten zur Verbesserung ihres Forschungsansatzes gelernt und sich gleichzeitig mit neuen Gleichgesinnten pro Kollegen zusammenschließen können.

Erfolgreiches Sportrechtseminar im Signal Iduna Park

Am 3. und 4. September 2019 fand in Kooperation mit Borussia Dortmund das „Münsteraner Seminar zum Sportrecht“ im Signal Iduna Park in Dortmund statt. Die teilnehmenden Studentinnen und Studenten setzten sich in ihren Vorträgen mit aktuellen rechtlichen Fragestellungen aus dem Bereich des Sport- und Vereinsrechts auseinander. Wertvolle Ergänzung erfuhren diese Beiträge durch den BVB-Justiziar Dr. Robin Steden (Legal Counsel/Head of Investor Relations, Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA), der zu jedem der Vorträge einen praktischen Bezug herstellen und weitere rechtlich interessante Aspekte aufzeigen konnte.

Nun schon zum achten Mal waren WWU-Studierende der Rechtswissenschaften zu Gast beim BVB, um im Rahmen der gemeinsamen Veranstaltung ihre im Seminar erarbeiteten Erkenntnisse zu präsentieren. Geleitet wurde die Veranstaltung von Prof. Dr. Gerald Mäsch (Institut für Internationales Wirtschaftsrecht) und Prof. Dr. Thomas Hoeren (Institut für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht). Im Anschluss an die einzelnen Vorträge der Studierenden ergaben sich anregende und facettenreiche Diskussionen, die besonders durch die Beiträge von Dr. Steden bereichert wurden. Im Verlaufe des Seminars konnte er den Teilnehmerinnen und Teilnehmern viele gewinnbringende Einblicke in die Berufspraxis eines Juristen im Bereich des Sport- und Vereinsrechts mit auf den Weg geben.

Aufgrund der Vielzahl an Themen konnte das Auditorium zahlreichen Fragestellungen des Sportrechts auf den Grund gehen. Zu den Vortrags- und Diskussionsgegenständen gehörten unter anderem die Kostenbeteiligung für Polizeieinsätze, mögliche Schutzrechte der UEFA bezüglich des Starball-Logos sowie die Frage nach einer Anerkennung von „eSports“ als Sport. Abgerundet wurden die zwei ereignisreichen Tage bei Borussia Dortmund durch eine Stadionführung und gemeinsame Mittagessen, bei denen Dr. Steden den Fragen der Studierenden Rede und Antwort stand.

Prof. Dr. Mäsch und Prof. Dr. Hoeren freuen sich über die erneut gelungene Veranstaltung und bedanken sich insbesondere bei Herrn Dr. Steden, seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Borussia Dortmund für die überaus herzliche Gastfreundschaft und die hervorragende Organisation von zwei interessanten Seminartagen in Dortmund!

Zusatzausbildung: Journalismus und Recht 2020

Bereits zum zwanzigsten Mal veranstaltet die Zivilrechtliche Abteilung des Instituts für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Hoeren im März 2020 die bundesweit einmalige Journalistenausbildung für Juristen.

Jurastudierende und junge Juristen erlernen die Grundtechniken des journalistischen Schreibens. Sprache und Rhetorik werden praxisgerecht geschult. Speziell wird die auch für Anwälte und Richter praktisch relevante Fähigkeit gelehrt, juristische Sachverhalte allgemeinverständlich zu vermitteln und in die Öffentlichkeit zu transferieren. Fachredakteure renommierter Verlage, Print- und Funkmedien und Pressesprecher aus dem juristischen Bereich führen in die jeweiligen Berufsfelder theoretisch und praktisch ein. 2020 wird die Zusatzausbildung u.a. vom ZDF/WDR, dem C.H.Beck-Verlag und den Westfälischen Nachrichten Münster unterstützt. Die Teilnehmer erhalten so auch die Möglichkeit, wertvolle Kontakte zu knüpfen.

Die begehrte Fortbildung findet von Montag, den 2. März 2020 bis Freitag, den 6. März 2020 ganztägig statt.

Weitere Informationen, auch zum Bewerbungsverfahren, finden Sie hier.