{"id":23318,"date":"2020-01-14T17:29:16","date_gmt":"2020-01-14T16:29:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.itm.nrw\/2020\/01\/14\/lectures-on-information-law\/"},"modified":"2024-01-18T11:01:26","modified_gmt":"2024-01-18T10:01:26","slug":"vortraege-zu-aktuellen-fragen-im-informationsrecht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.itm.nrw\/en\/vortraege-zu-aktuellen-fragen-im-informationsrecht\/","title":{"rendered":"Vortr\u00e4ge zu aktuellen Fragen im Informationsrecht"},"content":{"rendered":"<p>Am 13.01.2020 hielten Zhang Kaiye und Johannes Kevekordes Vortr\u00e4ge zu aktuellen Themen zum GoAL-Projekt vor den Studierenden des Schwerpunkts \u201eInformations-, Telekommunikations-und Medienrecht\u201c.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst stellte Zhang Kaiye, Promotionsstudent an der School of Law der Tsinghua University in China und Gastwissenschaftler in der zivilrechtlichen Abteilung des ITM, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Vorlesung Informationsrecht eine m\u00f6gliche juristische Perspektive auf den Urheberschutz von Werken vor, die durch K\u00fcnstliche Intelligenz erstellt wurden.\u00a0 Hierbei ging er zun\u00e4chst auf ein aktuelles Urteil des<em> Beijing Internet Court<\/em> ein, bei dem die Richter im zugrundeliegenden Fall keine Urheberrechtsverletzung bei einem Werk annahmen, weil dieses durch KI-Software erstellt wurde. Hierbei sei insbesondere die Unterscheidung zwischen Originalit\u00e4t einer Arbeit und Werkqualit\u00e4t der Arbeit entscheidend. Auch eine durch KI erstellte Arbeit k\u00f6nne <em>originell<\/em> sein, Werkqualit\u00e4t hingegen setze voraus, dass die Arbeit durch einen Menschen geschaffen wurde. Zhang Kaiye diskutierte anschlie\u00dfend die Leits\u00e4tze des Urteils und ging hierbei insbesondere auf die Anreizfunktion des Urheberrechts ein.<br \/>\nDem Vortrag schloss sich eine lebhafte Diskussion gemeinsam mit den Studierenden \u00fcber die Zwecke des Urheberschutzes an.<\/p>\n<p>Im zweiten Vortrag befasste sich Johannes Kevekordes, Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der zivilrechtlichen Abteilung des ITM und Doktorand bei Herrn Prof. Dr. Hoeren, mit dem Modell des Datenbesitzes, als m\u00f6glichen neuen Ansatz f\u00fcr die Zuweisung von Daten. Er zeigte auf, dass Daten non-rivale Nutzungsobjekte seien, da eine Vielzahl von Nutzungen m\u00f6glich sei, ohne dass sich diese gegenseitig beeintr\u00e4chtigen. Diese Eigenschaft als non-rivales Nutzungsobjekt schlie\u00dfe die Konstruktion des Dateneigentums aus. Stattdessen stelle sich die Frage, ob das Modell eines Datenbesitzes der Natur von Daten gerechter werde. Anders als beim Eigentum, das den Idealtyp des absoluten Rechts darstelle, k\u00f6nne die Ankn\u00fcpfung des Besitzes an die tats\u00e4chliche Sachlage einen geringeren Eingriff in die Informationsfreiheit bedeuten. Diese Ankn\u00fcpfung lasse eine Anwendung auch auf Daten zumindest m\u00f6glich erscheinen.<\/p>\n<p>Das ITM dankt den beiden Rednern f\u00fcr die spannenden Einblicke, die sie zu aktuellen Fragestellungen des Informationsrechts geben konnten, und den knapp 100 Zuh\u00f6rern aus Studium und Wirtschaft f\u00fcr die lebhafte Diskussion.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 13.01.2020 hielten Zhang Kaiye und Johannes Kevekordes Vortr\u00e4ge zu aktuellen Themen zum GoAL-Projekt vor den Studierenden des Schwerpunkts \u201eInformations-, Telekommunikations-und Medienrecht\u201c. 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